Die kurze Antwort
Was IX25 kostet, hängt an Ihrem Zuschnitt — nicht an einer Paketnummer. Die Plattform wird modular lizenziert: ein Sockel nach Zahl der Datenmodelle, dazu der App Builder, Nutzerlizenzen und je nach Bedarf Prozessautomatisierung und KI-Assistent.
United Planet veröffentlicht keine offene Preisliste, weil sich die Lizenz am tatsächlichen Zuschnitt bemisst und nicht an einer Pauschale. Was auf dieser Seite steht, ist deshalb kein Preis, sondern die Frage davor: woran die Kosten überhaupt hängen — und welche Posten in Kalkulationen regelmäßig fehlen. Ihre konkreten Zahlen holen wir als zertifizierter Partner für Ihren Fall ein.
1. Der Sockel: Data Builder
Jede IX25-Installation beginnt beim Datenmodell. Der Data Builder ist deshalb der einzige Posten, den niemand umgehen kann — und er hängt allein an der Zahl Ihrer Datenmodelle.
| Zahl der Datenmodelle | Wirkung auf den Sockel |
|---|---|
| Ein klar abgegrenzter Prozess | schmaler Datenschnitt, überschaubarer Sockel |
| Mehrere Abteilungen, gemeinsame Stammdaten | der Sockel wächst spürbar — hier entscheidet sich am meisten |
| Gewachsene Landschaft mit vielen Quellsystemen | nach oben offen, Planung vorab lohnt sich am stärksten |
Wer aus Intrexx 12 kommt, unterschätzt diese Position gern. Dort wuchs das Datenmodell beim Bauen einfach mit. In IX25 ist es ein eigener, bepreister Baustein — und damit die Position, die Ihre Kalkulation am stärksten bewegt. Genau deshalb lohnt es sich, den Datenschnitt vorher sauber zu planen statt nachträglich zu erweitern. Das ist der Punkt, an dem sich ein Gespräch am schnellsten bezahlt macht.
2. Wer betreibt — Sie oder der Hersteller?
Diese Frage wird oft als reine Technikentscheidung behandelt. Sie ist vor allem eine Kostenentscheidung, und sie fällt anders aus, als die meisten erwarten:
Public Cloud: United Planet betreibt die Umgebung und übernimmt Updates, Monitoring, Fehlerbehebung und Backup.
Private Cloud: Diese Arbeit liegt bei Ihnen.
Der Aufschlag ist damit kein Aufpreis, sondern eine Verlagerung. Bei der Private Cloud verschwindet der Betrieb aus der Rechnung und taucht in Ihrer IT wieder auf.
Unsere Empfehlung aus der Mittelstandspraxis: Rechnen Sie ehrlich durch, wie viele Stunden Ihre IT monatlich für Updates, Backup-Kontrolle und Störungsbehebung aufwendet. Liegt das über zwei Stunden, ist der Betrieb beim Hersteller rechnerisch meist die günstigere Variante — und die ruhigere dazu.
3. Drei Zahlen, die Sie kennen müssen
Bevor überhaupt jemand ein Angebot rechnen kann, brauchen Sie drei Antworten über Ihren eigenen Betrieb. Wer sie nicht hat, bekommt keine Zahl, sondern eine Schätzung:
| Frage an Sie | Warum sie den Preis bewegt |
|---|---|
| Wie viele Anwendungen sollen wirklich produktiv gehen? | Nicht wie viele Ideen Sie haben, sondern wie viele in den nächsten zwölf Monaten live sein sollen. Diese Zahl wird fast immer zu niedrig angesetzt — und fällt genau dann auf, wenn Sie veröffentlichen wollen. |
| Wie viele Menschen arbeiten schreibend, wie viele lesen nur? | Das ist selten dieselbe Zahl wie „Mitarbeitende insgesamt". Wer nur Informationen abruft, schlägt anders zu Buche als wer täglich erfasst. Zählen Sie beides getrennt. |
| Wie schnell muss jemand reagieren, wenn es steht? | Solange ein Prozess Komfort ist, reicht der nächste Werktag. Sobald die Rechnungsfreigabe daran hängt, nicht mehr. Diese Entscheidung gehört an den Anfang, nicht in die Vertragsverhandlung. |
Mit diesen drei Zahlen holen wir als zertifizierter Partner das Angebot für Ihren Zuschnitt beim Hersteller ein. Ohne sie ist jedes Angebot Makulatur, sobald der erste echte Prozess dazukommt.
4. Die wichtigste Kostenweiche
Wollen Sie Prozesse automatisieren — oder zunächst nur Daten erfassen und anzeigen?
Das ist die Weiche, die über Ihr Budget entscheidet, und sie wird regelmäßig zu spät gestellt. Genehmigungen, Freigaben und mehrstufige Workflows sind etwas grundlegend anderes als eine saubere Erfassungsmaske — im Aufwand wie im Preis. Dasselbe gilt für den Einsatz des KI-Assistenten.
Prüfen Sie das vor jeder anderen Frage. Eine Kalkulation, in der der zentrale Genehmigungsprozess erst im dritten Workshop auftaucht, ist keine Kalkulation mehr — dann verhandeln Sie nach.
5. Vier Posten, die in Kalkulationen fehlen
- Jedes weitere System kostet den vollen Plattformpreis. Entwicklung, Test und Produktion sind fest eingebaut. Wer zusätzlich eine Schulungsumgebung will, zahlt sie komplett.
- Fertige Partnerlösungen sind nicht umsonst mitbenutzbar. Sie zählen in Ihren Zuschnitt hinein — eine einzelne Lösung kann mehrere Anwendungen umfassen.
- Ihr Team muss die Plattform bedienen können. Enablement ist kein Nachgedanke: Ohne jemanden im Haus, der den fachlichen Prozess verantwortet, bleibt die Lösung an einem Dienstleister hängen — und das ist der teuerste Betriebsmodus überhaupt.
- Die Lizenz ist selten der größte Block. Einführung, Schnittstellen zu ERP oder CRM und laufende Betreuung übersteigen im ersten Jahr regelmäßig die Lizenzkosten.
Der Punkt, der später am meisten wehtut, ist der erste: Anwendungen lassen sich anlegen, aber nur im vereinbarten Umfang veröffentlichen. Der Deckel fällt also nicht beim Bauen auf, sondern genau dann, wenn Sie live gehen wollen.
6. Lieber knapp einsteigen als vorsorglich groß
Wachsen ist unkompliziert, verkleinern nicht — Vertragslaufzeiten gelten hier wie bei jeder Unternehmenssoftware. Wer vorsorglich zu groß einsteigt, zahlt für Reserven, die er nie abruft, und kommt vor Ablauf nicht heraus.
Daraus folgt eine klare Empfehlung: knapp einsteigen und hineinwachsen. Der erste produktive Prozess zeigt in sechs Wochen mehr über Ihren tatsächlichen Bedarf als jeder Workshop davor.
Für den Übergang von Intrexx 12 auf IX25 gibt es Regelungen, die einen Parallelbetrieb erleichtern. Was davon in Ihrem Fall greift, klären wir mit dem Hersteller. Mehr dazu auf unserer Seite zu Intrexx IX25.
Was eine belastbare Zahl braucht
Eine verbindliche Zahl kommt vom Hersteller, nicht von einer Website. Damit sie belastbar wird, brauchen wir drei Angaben von Ihnen: wie viele Datenmodelle Ihre Prozesse benötigen, wie viele Menschen wirklich schreibend arbeiten statt nur zu lesen, und ob ein Prozess automatisiert werden soll.
Aus 15 Jahren Projektarbeit im Mittelstand und über 100 gebauten Anwendungen wissen wir: Die erste Schätzung liegt fast immer bei den Datenmodellen daneben, nicht bei den Nutzern. Als Intrexx Certified Solution Expert gehen wir das mit Ihnen durch, bevor Sie sich vertraglich binden.