Blog · Prozessautomatisierung · Stand Juli 2026

Prozessautomatisierung: 10 Quick Wins für KMU

Zehn überschaubare Prozesse, die sich mit einer Low-Code-Plattform automatisieren lassen — von Urlaubsantrag bis Wochenbericht.

📖 Dieser Artikel ist Teil unseres Guides zur Prozessautomatisierung.

Die kurze Antwort

Prozessautomatisierung im Mittelstand funktioniert am besten in kleinen Schritten. Statt ein großes End-to-End-System anzustreben, lohnt es sich, mit einem einzelnen, klar abgegrenzten Prozess zu starten — einem, der oft vorkommt, einfachen Regeln folgt und wenige Ausnahmen hat.

Die folgenden zehn Beispiele sind bewusst überschaubar gehalten. Keines davon braucht ein Großprojekt, und jedes lässt sich einzeln umsetzen, ohne auf die anderen zu warten.

Zehn Prozesse, die sich gut automatisieren lassen

1. Digitaler Urlaubsantrag

Statt Papierformular, persönlichem Weg zum Vorgesetzten und manuellem Eintrag im Kalender: Antrag stellen, automatische Weiterleitung zur Freigabe, automatischer Kalendereintrag nach Genehmigung. Ausführlich beschrieben in unserem Artikel zum digitalen Urlaubsantrag.

2. Rechnungsfreigabe-Workflow

Eingehende Rechnungen landen automatisch im Freigabe-Workflow statt im Postkorb: Weiterleitung an den zuständigen Fachbereich, automatische Eskalation an die Geschäftsführung ab einem definierten Betrag, direkter Export in die Buchhaltungssoftware nach Freigabe. Der größte Nutzen liegt selten in der Zeitersparnis allein, sondern darin, dass Skonto-Fristen und Zahlungstermine seltener verpasst werden.

3. Bestellanforderungen

Mitarbeitende stellen Bestellanforderungen direkt im System statt per E-Mail oder Zettel, mit automatischer Weiterleitung an die zuständige Freigabestelle und direkter Übergabe an den Einkauf.

4. Mitarbeiter-Onboarding

Statt einer losen Kette von E-Mails an IT und Facility Management: ein automatisierter Ablauf, der Zugänge, Arbeitsplatz-Vorbereitung und einen strukturierten Einarbeitungsplan mit Terminen für die ersten Tage auslöst.

5. Reisekostenabrechnungen

Belege werden per Smartphone fotografiert und automatisch erfasst, Kilometer lassen sich per GPS statt per Excel-Tabelle nachvollziehen, Pauschalen werden automatisch berechnet, und der Freigabe-Workflow läuft direkt in Richtung Vorgesetzten und Controlling. Ausführlich beschrieben in unserem Artikel zur digitalen Reisekostenabrechnung.

6. Wiedervorlagen und Erinnerungen

Vertragsfristen, wiederkehrende Wartungstermine oder Nachfass-Erinnerungen zu offenen Angeboten laufen automatisch statt in einer Excel-Liste, die jemand manuell im Blick behalten muss.

7. Angebots-Freigabeprozess

Ein Angebot mit Rabatt innerhalb der üblichen Grenzen wird direkt freigegeben, größere Rabatte laufen automatisch über eine zusätzliche Freigabestufe — ohne dass der Vertrieb jeden Einzelfall manuell klären muss. Das allgemeine Muster dahinter beschreiben wir in unserem Artikel zum digitalen Genehmigungsprozess.

8. Wartungsprotokoll-Erfassung

Techniker erfassen Wartungen direkt vor Ort über eine mobile, offline-fähige App mit Foto-Dokumentation und vorgefertigten Checklisten, statt Zettel später ins System zu übertragen.

9. Lieferantenbewertungen

Liefertreue, Reklamationsquote und Reaktionszeit lassen sich automatisch aus bestehenden Systemdaten zusammenführen, statt sie quartalsweise von Hand in Excel auszuwerten.

10. Wochenberichte

Daten aus Zeiterfassung und Projektmanagement-Tool fließen automatisch in eine Vorlage, Mitarbeitende ergänzen nur noch den Freitext — statt jede Woche von Null zu beginnen.

Zur Einordnung: Wie schnell sich ein einzelner Prozess für Sie amortisiert, hängt an Ihrem tatsächlichen Volumen und Ihren Personalkosten — pauschale Prozentsätze helfen dabei wenig. Der ROI-Rechner rechnet das mit Ihren eigenen Zahlen durch.

Wie starte ich mit Prozessautomatisierung?

Sie müssen nicht alle zehn Beispiele auf einmal umsetzen. Starten Sie mit dem, was im Alltag am meisten stört.

  1. Pain Point identifizieren: Welcher Prozess nervt am meisten? Fragen Sie Ihr Team direkt.
  2. Quick Win auswählen: Hohe Wiederholungsfrequenz, einfache Regeln, wenige Ausnahmen — Urlaubsantrag oder Rechnungsfreigabe sind typische Einstiege.
  3. Plattform wählen: Für individuelle Workflows im Mittelstand eignet sich eine Low-Code-Plattform wie Intrexx. RPA-Tools sind für einfache Quick Wins meist überdimensioniert.
  4. Erste Version live schalten: Mit einer kleinen Gruppe testen, Feedback einholen, iterativ verbessern — statt monatelang zu planen.
  5. Skalieren: Nach erfolgreichem Test auf alle Nutzer ausrollen, dann den nächsten Prozess angehen.

Häufige Fehler: zu komplex starten (nicht mit der kompletten Auftragsabwicklung beginnen), zu lange planen statt früh eine erste Version zu zeigen, Mitarbeitende nicht einbinden, und Perfektionismus — eine funktionierende Lösung nach wenigen Wochen ist mehr wert als die perfekte Lösung nach einem halben Jahr.

Häufige Fragen zur Prozessautomatisierung

Was ist Prozessautomatisierung?
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Prozessautomatisierung ist die Digitalisierung wiederkehrender Geschäftsprozesse durch Software, um manuelle Arbeit zu reduzieren, Fehler zu vermeiden und Wartezeiten zu verkürzen. Typische Beispiele sind digitale Genehmigungsworkflows, automatische Datenübertragung zwischen Systemen und automatisierte Benachrichtigungen. Mit Low-Code-Plattformen wie Intrexx können Fachabteilungen solche Prozesse oft ohne Programmierkenntnisse selbst anpassen.

Welche Prozesse lassen sich am einfachsten automatisieren?
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Am einfachsten sind repetitive, regelbasierte Prozesse mit klaren Wenn-Dann-Logiken und wenigen Ausnahmen: Genehmigungsworkflows wie Urlaubsanträge oder Bestellungen, Datenübertragung zwischen Excel und einem Fachsystem, Erinnerungen und Fristen, sowie wiederkehrende Berichte. Komplexe Prozesse mit vielen Sonderfällen sind schwerer zu automatisieren und eher etwas für einen zweiten Schritt.

Was kostet Prozessautomatisierung für ein KMU?
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Das hängt stark vom Umfang ab: ein einzelner, einfacher Workflow ist mit deutlich weniger Aufwand verbunden als eine Automatisierung mit ERP-Anbindung oder eine komplexe End-to-End-Abwicklung über mehrere Abteilungen. Statt einer pauschalen Zahl empfehlen wir, die eigene Situation mit unserem ROI-Rechner durchzurechnen oder im Gespräch konkret zu kalkulieren — pauschale Prozentsätze sagen wenig über Ihren tatsächlichen Fall aus.

Welche Tools eignen sich für Prozessautomatisierung im Mittelstand?
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Low-Code-Plattformen wie Intrexx, Power Apps oder Mendix eignen sich für individuelle Workflows ohne klassische Programmierung. RPA-Tools wie UiPath sind eher für die Automatisierung an Legacy-Systemen gedacht, für die es keine saubere Schnittstelle gibt. Einfache Cloud-App-Verknüpfungen lassen sich mit Zapier oder Make abbilden. Für den deutschen Mittelstand mit Bezug zu ERP-Systemen und Datenschutzanforderungen ist eine On-Premise-fähige Low-Code-Plattform oft die pragmatischste Wahl.

Brauche ich einen externen Berater für Prozessautomatisierung?
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Nicht zwingend, aber oft hilfreich — besonders beim ersten Projekt, bei komplexeren ERP-Integrationen oder wenn es um Change Management geht, damit die neue Lösung auch genutzt wird. Einfache Workflows wie ein Urlaubsantrag lassen sich mit einer Low-Code-Plattform häufig auch intern umsetzen. Ein üblicher Mittelweg: extern für Setup und Schulung, danach intern weiterführen.

Wie lange dauert die Einführung einer Prozessautomatisierung?
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Ein einzelner Quick Win wie ein Urlaubsantrag oder eine Bestellanforderung ist typischerweise innerhalb weniger Wochen einsatzbereit. Komplexere Automatisierungen mit ERP-Integration oder mehreren beteiligten Abteilungen dauern entsprechend länger. Wichtig ist, nicht monatelang zu planen, sondern früh eine erste, funktionierende Version live zu schalten und danach schrittweise zu verbessern.

Alexander Immel - CIO & Intrexx-Experte

Alexander Immel

CIO & Intrexx-Experte

Über 15 Jahre Erfahrung in IT-Führungspositionen und operativen Rollen – als CIO, Projektleiter und Entwickler. Schwerpunkt: Digitalisierung im deutschen Mittelstand.

Als zertifizierter Intrexx-Experte habe ich 100+ Digitalisierungsprojekte umgesetzt: von Prozessautomatisierung über ERP/CRM-Integration bis zu komplexen Low-Code-Anwendungen.

Technische Expertise: Intrexx Low-Code-Plattform, Microsoft Dynamics Integration, SAP-Anbindung, Workflow-Automatisierung, API-Integration, Systemarchitektur.

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